
Ihr Dach ist in die Jahre gekommen, und Sie überlegen sich, eine Solaranlage zu installieren? Dann sollten Sie am besten beides zusammen planen. Eine Solaranlage bleibt 25 bis 30 Jahre auf dem Dach. Muss die Eindeckung darunter schon nach zehn Jahren erneuert werden, ist die Anlage dafür in der Regel wieder abzubauen. Wer dagegen gleichzeitig saniert, spart Gerüst und Doppelaufwand und kann in Aarau und im Kanton Aargau zusätzlich von Förderbeiträgen profitieren.
Dieser Blogbeitrag zeigt Ihnen, worauf es bei der Kombination von Dachsanierung und Solaranlage ankommt, was Aufdach und Indach unterscheidet und welche Förderbeiträge Sie von der Stadt, vom Kanton und vom Bund erhalten.
Bevor die Planung der Solaranlage beginnt, sollte ein professioneller Dachfachbetrieb Ihr Dach beurteilen. Dabei geht es vor allem um folgende fünf Themen:
Die Faustregel: Das Dach unter der Solaranlage sollte noch mindestens so lange halten wie die Anlage selbst. Ist das nicht der Fall, ist die Sanierung vor oder zusammen mit der Montage Ihrer PV-Anlage die günstigere Lösung.
Bei der Aufdach-Montage werden die PV-Module auf die bestehende Eindeckung aufgesetzt. Bei der Indach-Montage ersetzen sie hingegen die Ziegel oder Bahnen und bilden selbst die wasserführende Ebene. Das sieht ruhiger aus und eignet sich gut, wenn das Dach ohnehin neu eingedeckt wird. Dafür braucht es aber eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen Dachdecker, Spengler und Solarinstallateur, denn die Solaranlage ist dann Teil der Dachhaut.
| Aufdach | Indach | Quelle | |
|---|---|---|---|
| Stadt Aarau bei 10 kWp | CHF 1'500 | CHF 1'700 | Stadt Aarau |
| Bund bei 10 kWp | CHF 3'600 | CHF 4'000 | Pronovo |
| PV-Bonus Kanton pro m² | CHF 30 | CHF 100 | Kanton Aargau, nur bei gleichzeitiger Dachdämmung |
Tabelle 1: Förderung nach Montageart (Stand Oktober 2026). Der Indach-Bonus des Kantons gilt für Schrägdächer.
Der Kanton Aargau fördert im Gebäudeprogramm die Dämmung des Dachs mit CHF 40 pro Quadratmeter. Wer gleichzeitig eine Photovoltaikanlage installiert, erhält einen Bonus: CHF 30 pro m² bei Aufdach-Anlagen auf Schrägdächern, CHF 100 pro m² bei Indach- oder Fassadenanlagen und CHF 20 pro m² bei begrünten Flachdächern.
Rechenbeispiel: Ein Einfamilienhaus mit 100 m² förderberechtigter Schrägdachfläche wird gedämmt und zu mindestens 70% mit Photovoltaikmodulen belegt (rund 10 bis 14 kWp).
| Beitrag | Aufdach-Anlage | Indach-Anlage |
|---|---|---|
| Dachdämmung Kanton (100 m² × CHF 40) | CHF 4'000 | CHF 4'000 |
| PV-Bonus Kanton (100 m²) | CHF 3'000 | CHF 10'000 |
| Förderung Stadt Aarau für PV (10 kWp) | CHF 1'500 | CHF 1'700 |
| Einmalvergütung Bund (10 kWp) | CHF 3'600 | CHF 4'000 |
| Beiträge insgesamt | CHF 12'100 | CHF 19'700 |
Tabelle 2: Beispiel mit Annahmen (100 m² Dachfläche, 10 kWp). Dem stehen die Kosten für Dämmung und Anlage gegenüber; der Kanton kürzt den Beitrag auf höchstens 50 Prozent der relevanten Investitionskosten. Zusätzlich zahlt die Stadt Aarau laut ihrer Programmseite 50 Prozent der kantonalen Gebäudehüllen-Beiträge. Ob das den PV-Bonus einschliesst, klären wir vor dem Gesuch.
Die wichtigsten Bedingungen für die Förderungen des Kantons:
Einen Anspruch auf den Förderbeitrag gibt es nicht, die Zusicherung steht unter dem Vorbehalt verfügbarer Mittel. Alle Details zu den Förderbeiträgen in Aarau finden Sie im Beitrag unseres Partners Solaralag.ch.
Eine Solaranlage verändert das Dach in mehr Punkten, als man auf den ersten Blick denkt. Kaminanschlüsse, Dachrand und Durchdringungen müssen zur Solaranlage passen, und die Spenglerarbeiten ändern sich bei Indach-Systemen. Wir planen die Anschlüsse so, dass die Dachhaut nach wie vor dicht bleibt.
Hat Ihr Gebäude eine Blitzschutzanlage, muss die PV-Anlage in das Konzept mit dem Blitzschutz einbezogen werden. Das betrifft zum Beispiel die Abstände zu den Fangleitungen und die Verbindungen zwischen Anlage und Blitzschutz. Das klären Dachbetrieb, Blitzschutzfachperson und Elektroinstallateur gemeinsam, bevor die Solarmodule montiert werden.
So steht das Gerüst nur einmal, und die Förderanträge sind rechtzeitig eingereicht.
Auch mit einer Solaranlage gilt: Ein Dach braucht regelmässige Kontrollen. Wir empfehlen mindestens eine Kontrolle pro Jahr, bei Flachdächern zwei. Mit unserem Dachservice-Abo prüfen unsere Spezialisten Ihr Dach in festen Abständen, und Mängel an Abdichtung oder Anschlüssen fallen früh auf, bevor es Folgeschäden gibt.
Die Vorteile unseres Dachservice-Abos im Überblick:
Nicht immer. Ist die Eindeckung in gutem Zustand und hält noch Jahrzehnte, kann die Anlage direkt montiert werden. Muss das Dach in den nächsten Jahren erneuert werden, ist die Sanierung vor der Montage die bessere Wahl. Am besten lassen Sie Ihr Dach zuerst von uns prüfen, dann erhalten Sie eine genauere Einschätzung.
Die Aufdach-Montage ist in der Anschaffung günstiger. Bei einer ohnehin anstehenden Neueindeckung kann die Indach-Variante wirtschaftlich aufholen, weil die Anlage Teil der Dachhaut ist und die Förderung höher ausfällt.
Die Gesuche stellt die Eigentümerschaft. Bei der Einmalvergütung des Bundes übernimmt das häufig der Installationsbetrieb, bei den kommunalen und kantonalen Programmen sollten Sie die Gesuche rechtzeitig vor Baubeginn gemeinsam mit uns vorbereiten.
Ja, mit CHF 20 pro Quadratmeter. Die Voraussetzung dafür ist, dass das Flachdach begrünt wird und die Anlage mindestens 50% der förderberechtigten Dachfläche belegt.
Dann entfällt in der Regel der Förderanspruch. Sowohl die Stadt als auch der Kanton verlangen, dass das Gesuch vor Baubeginn eingereicht wird.
Wassmer Bedachungen AG in Aarau übernimmt Dachsanierung, Spenglerarbeiten und Blitzschutz, die Photovoltaikanlage planen wir mit unserem Partner Solaralag.ch. Lassen Sie Ihr Dach prüfen und rechnen Sie in zwei Minuten durch, was eine Anlage kostet.
Wassmer Bedachungen AG, Neumattstrasse 2, 5000 Aarau
Telefon 062 822 47 74 · info@wassmerag.ch
Transparenzhinweis: Die Angaben in diesem Beitrag basieren auf dem Förderprogramm Energie der Stadt Aarau, dem Förderprogramm des Kantons Aargau (Version 1. Mai 2026) und den Sätzen von Pronovo, Stand Oktober 2026. Die Fördermittel sind begrenzt; massgeblich sind ausschliesslich die aktuellen Publikationen der Behörden. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr und keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben. Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar.
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026